| Ausbildung in der Wirtschaft | |
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Viele Unternehmen beklagen sich über einen zunehmenden Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften. Es fällt der Wirtschaft schwer, den Bedarf an Experten ohne Zuzug aus anderen Ländern zu decken. Hinzu kommt die Tatsache, dass hochqualifizierte Kräfte durch bessere Bezahlung zur Auswanderung z.B. in die USA angeregt werden. Man kann der Wirtschaft aber nicht den Vorwurf ersparen, dass sie zum Teil an dieser Personalknappheit die Mitschuld trägt. Das bewährte duale System der berufsausbildung in Deutschland ist darauf angewiesen, dass sich immer eine grosse Zahl von Ausbildungsbetrieben findet. Es ist nicht möglich, die gesamte berufliche Ausbildung zu verschulen. Schulische Formen wie Berufsakademien bilden hier immer noch die Ausnahme. Ausbildungsbetriebe beklagen sich darüber, dass die Bewerber um die Ausbildungsplätze nicht genügend Grundwissen aus der Schule mitbringen, um den Anforderungen des Berufskollegs gewachsen zu sein. Solide Grundkenntnisse in Deutsch und Mathematik sind leider heute keine Selbstverständlichkeit mehr! Hier muss ein Umdenken in den allgemeinbildenden Schulen erfolgen. Lehrpläne müssen entrümpelt werden, um Platz zu machen für eine Konzentration auf das Wesentliche. Wie in der Wirtschaft muss auch in der Schule das Kerngeschäft im Auge behalten werden. Die Vermittlung einer ordentlichen Grundlage in Deutsch und Mathematik steht hierbei an erster Stelle. Wenn Politiker die Wirtschaft immer wieder in die Pflicht nehmen wollen, die erforderlichen Ausbildungsplätze bereitzustellen, müssen sie in den staatlichen Schulen zunächst die Ausbildungsfähigkeit sicherstellen. Dazu gehört auch die Aneignung einer gewissen Sozialkompetenz. Die Wiedereinführung der Kopfnoten in den Schulzeugnissen weisst darauf hin, dass die politisch Verantwortlichen den bestehenden Handlungsbedarf bereits erkannt haben. Ein konsequentes Weitergehen dieses Weges mit Kooperation von Wirtschaft, Verwaltung und Politik kann die entsprechenden Erfolge bringen. | |
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